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Psalm 146 


1 Halleluja! Lobe den HERRN, meine Seele! /


2 Ich will den HERRN loben, solange ich lebe, und meinem Gott lobsingen, solange ich bin.


3 Verlasset euch nicht auf Fürsten; sie sind Menschen, die können ja nicht helfen.


4 Denn des Menschen Geist muss davon, / und er muss wieder zu Erde werden; dann sind verloren alle seine Pläne.


5 Wohl dem, dessen Hilfe der Gott Jakobs ist, der seine Hoffnung setzt auf den HERRN, seinen Gott,


6 der Himmel und Erde gemacht hat, das Meer und alles, was darinnen ist; der Treue hält ewiglich, /


7 der Recht schafft denen, die Gewalt leiden, der die Hungrigen speiset. Der HERR macht die Gefangenen frei.


8 Der HERR macht die Blinden sehend. Der HERR richtet auf, die niedergeschlagen sind. Der HERR liebt die Gerechten.


9 Der HERR behütet die Fremdlinge / und erhält Waisen und Witwen; aber die Gottlosen führt er in die Irre.


10 Der HERR ist König ewiglich, dein Gott, Zion, für und für. Halleluja!


 

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017,


 

Der Gedanke über die Preisung Gottes unverbrüchlicher Treue passt gut zu einem Artikel aus dem Jahre 2006, der mir kürzlich in die Hände kam: Darin spekulieren Zukunftsforscher, wie das Leben wohl im Jahre 2020 bei uns sein wird:


Im Jahr 2020 sei der Alltag der Menschen sehr viel weniger reglementiert. Die mehr als 100.000 Steuervorschriften wurden durch ein Stufenmodell ersetzt, und man kann durch soziale Arbeit seine Steuerlast mindern. Die Übergänge von Arbeit zur Rente zum Ehrenamt wäen fließender geworden. Der Wohlstand sei gestiegen und die Armut gesunken. Auch die Arbeitslosigkeit sei gesunken, da die Menschen besser qualifiziert seien und Deutschland seinen Status als Exportweltmeister von Hochtechnologie gefestigt habe. Weil Bildung werde als gesellschaftliche Aufgabe verstanden, daher werde massiv in Schulen und Universitäten investiert -


Es gebe genügend Ganztagsschulen, das dreigliedrige Schulsystem würde durch eine überarbeitete Idee der Gesamtschule ersetzt. Es gäbe gute Förderung für schwache Schüler Bei der Pisa-Studie im Jahr 2020 steht Deutschland auf Platz 2.

Bis dahin seien viele kleine Hightech-Firmen entstanden, die mit modernster Umwelttechnologie erfolgreich arbeiteten. Auf dem wachsenden Markt der Passivfertighäuser präsentierten sich deutsche Firmen als Marktführer. Fast jeder Hausbesitzer in Deutschland habe ein Windrad imGarten oder Sonnenkollektoren auf dem Dach.


In der Autoindustrie entfalle ein Drittel der Produktionskosten auf Innovation Die Autos würden den individuellen Wünschen der Kunden angepasst, dazu werden diese in die Produktentwicklung einbezogen. Der Öffentliche Nahverkehr halte individuell programmierbare Fahrgastboxen bereit, die auf Schienen fast lautlos durch die Städte gleiten.  In die Bahn wäre investiert worden, die nun schnell, pünktlich und günstig fahre.


Soweit das Bild, es basiert auf der damals allgemein positiv bewerteten Ist- Lebenslage. Nun nähern wir uns dem Jahre 2020. Was ist davon wahr geworden und wie schätzen wir allgemein nun unser Leben ein.


Die Innovation des Smartphone hat die gesamte Kommunikation verändert. Die Zeit ist wesentlich gehetzter geworden. Neue Medien fordern die alten heraus. Es  scheint als wollten sich Print- und TV-Medien mit den IT-Kommunikationswesen bei der Verkündung von Nachrichten in ihrer Dramatik immer mehr überbieten. Migrationseinwanderungen stellen uns vor große Probleme. Viele Menschen fühlen sich in ihrem Lebensumfeld nicht so recht beheimatet. Die auf uns kommende Computerrevolution bringt auch Ängste um den Arbeitsplatz mit. Können wir von der Rente im Alter noch auskömmlich leben? Werden unsere Kinder ihren Platz im Leben finden? Der sicher geglaubte Notgroschen auf dem Sparkonto wird von Inflation und Null-Zinsen weggeschmolzen.

 

Nichts scheint mehr sicher in einer Welt, in der wir noch vor 15 20 Jahren glaubten, durch gute Gesetze, die Installation und Festigung von Demokratie, langfristig ein gutes Leben  haben zu können.


Wir sehen die Gefahr, dass Menschenwerk auch schnell wieder vergehen kann. Das Sprichwort: „Der Mensch denkt, doch Gott lenkt“, will sich immer wieder zu bewahrheiten. 

 

Doch aus der Geschichte wissen wir, dass Menschen in schweren Zeiten schon immer schnell mit apokalyptischen Vorstellungen bei der Hand sind. Menschenwerk ist oft nur Trug. Aber können wir uns trotzdem auf irgendetwas verlassen. Diese Frage haben sich Menschen seit Anbeginn gestellt - und wohl angemerkt, dass nach all dem, was Menschen an Krieg, Elend, Pest, Tod, Verzweiflung erleiden müssen und mussten, unsere wenn auch berechtigten Sorgen, doch nur Petitessen sind. 


Der Psalm 146 nimmt diesen Gedanken auf: Verlasset euch nicht auf Fürsten; sie sind Menschen, die können ja nicht helfen. Denn des Menschen Geist muss davon, / und er muss wieder zu Erde werden; dann sind verloren alle seine Pläne. Unsere Hilfe kommt von Gott: Wohl dem, dessen Hilfe der Gott Jakobs ist, der seine Hoffnung setzt auf den HERRN, seinen Gott, der Himmel und Erde gemacht hat, das Meer und alles, was darinnen ist; der Treue hält ewiglich.

Gott ist ewiglich, immer da und dann noch an unserer Seite, wenn alles Menschengemachte und alle Werke, auf die wir im viel Stolz blicken längst vergangen sind.


Dies ist Trost und Hoffnung zugleich.


 

 

 

 

 

 

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